Über mich


Detlef Galle

*10. Dezember 1965

 

Seit frühester Kindheit interessierte mich schon alles "Alte" und "Vergangene". Das mag daher kommen, dass ich zusammen mit meinen Großeltern lebte und aufgewachsen bin. Hauptsächlich meinem Großvater habe ich es zu verdanken, dass die Vergangenheit immer lebendig blieb. Die alten "Dönekes", wie wir im Sauerland sagen, also die kleinen Geschichten, die das Leben so schreibt, wurden auf jeder Familienfeier erzählt und dargebracht.

 

Anders als bei meinen sauerländer Großeltern war es bei meiner Großmutter und Tante väterlicherseits, die aus, für mich in meinem kindlichen Auffassungsvermögen, sehr fernen ehemaligen Landstrich Schlesiens stammen. Gerade diese ferne und zu Zeiten des "eisernen Vorhanges" schwer zu erreichenden, ehemals deutschen Provinz, weckte schon früh mein Interesse.

 

Meine Tante reiste schon relativ früh in die "alte Heimat" meiner Vorfahren und berichtete von ihren Erlebnissen und Eindrücken. Für mich stand fest, auch ich muss einmal dorthin, zu sehen, wo sich die Wurzeln meiner Familie befinden.

 

Es war dann im Jahre 1983 soweit. Ich reiste zusammen mit meiner Tante in die Grafschaft Glatz nach Schlesien. Wir besuchten die Stätten unserer Wurzeln: Altwilmsdorf, dem Dorf, in dem meine Großmutter mit ihren Kindern bis zur Vertreibung 1946 wohnte. Ich besuchte die Gräber meines Großvaters und Urgroßmutter. Erlebte so so manchen Eindruck, der mich heute noch bewegt.

 

Wieder in meiner sauerländer Heimat Sundern angekommen, fing ich an meine Erlebnisse aufzuschreiben und zu dokumentieren. Ich merkte dabei, wie wenig ich eigentlich über meine Vorfahren wusste. Da war der Grundstein meiner Ahnen- und Familienforschung gelegt.

 

Ich sammelte sämtliche Daten und Fotos. Leider war meine schlesische Großmutter zu diesem Zeitpunkt schon verstorben. Jedoch meine Tante versorgte mich sehr mit alles wissenswertem. So kam im Laufe der Jahre jede Menge Stoff zusammen. Ich begann nun die gesammelten "Werke" zu einem Buch, einer "Familienchronik" zusammenzufassen. Mittlerweile ist ein Werk von über 100 Seiten entstanden, aber druckreif ist es längst noch nicht.

 

Durch die neuen Medien, wie hier das Internet, möchte ich meine Arbeit nicht für mich alleine behalten, sondern sie hier auf meiner eigenen Homepage bekanntgeben. In der Hoffnung anderen Forschern zu helfen und vielleicht ein wenig mit dem Hintergedanken, dass ich von anderen Forschern, die ebenfalls in der Grafschaft Glatz forschen, über so manchen Toten Punkt hinwegzukommen.

 

 

 

Altwilmsdorf, dem heutigen Stary Wielislaw